Die Geschichte von mehr als 30 Jahren Kirmes in Warza

Die Ausrichtung der Kirmes gehört zu den Hauptaufgaben des TVW. Seit 1986 kommt das Dorf am letzten Oktoberwochenende zusammen, um gemeinsam mit der Kirmesgesellschaft dieses Fest zu begehen. Dabei gab es immer mal wieder kleinere Änderungen im Ablauf und in der Länge. Die einzelnen Programmpunkte sind aber im Kern immer gleich geblieben.

Seit 2010 beginnt die Kirmes am jeweiligen Freitag mit dem Kirchgottesdienst. Im Anschluss daran, marschiert die Gesellschaft zusammen mit den Gästen auf den Gasthofplatz, wo der Fackelumzug für Groß und Klein durch das Dorf beginnt. Zurück auf dem Platz vor der Gaststätte „Vier Jahreszeiten“, folgt das Anblasen vom Kirchturm der Gemeinde. Wenn der letzte Ton verhallt und die Bratwurst gegessen ist, startet der erste Tanzabend mit Live-Musik. Eine Tradition ist bis heute erhalten: bis zu diesem Zeitpunkt kennen die Burschen weder Schnitt noch Farbe der Kleider ihrer Damen. Dementsprechend groß ist die Aufregung (auf beiden Seiten).

Nachdem bis in die frühen Morgenstunden gefeiert wurde, geht es nach einer kurzen Mütze Schlaf schon weiter: 7:45 Uhr treffen wir uns, um den Bewohnern unserer Gemeinde zusammen mit einer Kapelle ein Ständchen zu spielen. Kaum ist die Runde durchs Dorf absolviert, heißt es auch schon wieder frisch machen für den zweiten Tanzabend, selbstverständlich mit Live-Musik.

Schwungvoll geht es somit in den Sonntag. Nach dem traditionellen Frühschoppen startet der „Bunte Nachmittag für Jung und Alt“ und rundet nach wie vor unser Kirmeswochenende ab. Gute Laune und Unterhaltung sind bei zahlreichen Spielen und Wettbewerben vorprogrammiert.

Die jährliche Kirmes erfordert nicht nur ein hohes Durchhaltevermögen der Veranstalter. Gleichzeitig ist sie – wie bereits beschrieben – sehr kostenintensiv. Wir möchten daher unseren ausdrücklichen Dank an unsere (teilweise schon langjährigen) Sponsoren und Helfer richten. Ohne deren Unterstützung wäre dieser Höhepunkt im Warzaer Gemeindeleben nicht zu halten!

Im Nachfolgenden Abschnitt geben wir einen kurzen Abriss der vergangenen Jahre und präsentieren die jeweiligen Luxe, Fahnenträger und Kirmespaare.

2016 – 30 Jahre Kirmes in Warza

Unsere ältesten Mitglieder waren gerade mal genauso alt, wie die Tradition des Festes, welches wir feierten: seit 30 Jahren gab es in Warza wieder ununterbrochen in jedem Jahr die Kirmes. Anlässlich dieses besonderen Jubiläums verlängerten wir die Kirmes nochmal um einen Tag und begannen – wie früher – schon am Donnerstagabend vor dem letzten Oktoberwochenende mit dem Kirmesgottesdienst und dem Anblasen. Anschließend wurde in der Saalstube der Gaststätte Vier Jahreszeiten mit Bier & Wein in die erste Jubiläumsnacht gefeiert.

Der Freitag begann mit der Dämmerung. Kaum war die Sonne hinter den Bergen verschwunden, erleuchteten die Feuer und Lampions beim traditionellen Fackelumzug. Lautstark ging es, begleitet von Kirmesrufen und den Melodien des Fanfarenzug Hochheim durch die Straßen von Warza. Im Anschluss gab es beim Tanzabend mit der Band Men & The Machine viel gute Laune und jede Menge glühende Sohlen.

Kalt war der Morgen am Samstag. Die Laune blieb dennoch ungebrochen gut, als wir mit unserer Kapelle DoomsDay ab 8 Uhr von Haustür zu Haustür zogen, um jedem ein Ständchen zu spielen. Kühle Temperaturen sollten unser Begleiter bleiben. Dank der tollen Stimmung und der Verpflegung an vielen Häusern, sowie der ab und zu durchblickenden Sonne wurde es wieder der schönste Tag der Kirmes. Der anschließende Tanzabend mit der Torsten Witt Band reihte sich da gerade zu perfekt ein. Eine besondere Auszeichnung erhielt an diesem Abend unsere Sandra. Mit 10 Jahren Kirmes in Warza reihte sie sich in den elitären Club der Jubilare ein.

Beim sonntäglichen Frühschoppen starteten wir eher gemütlich in den Tag. Die dabei gesammelte Kraft und Energie wurde dann bei unserem Nachmittag für Jung & Alt wieder freigelassen. Viel Spaß und Action gab es vor allem wieder für unsere Kleinsten. Zusammen mit unserem Maskottchen KiKi meisterten die Kinder wieder viele Spiele und erfreuten sich an den gewonnen Preisen.

2015 – Flüchtlingskrise, Ja-Wort und 2 Ständchen-Bands

Bereits im Vorfeld der Kirmes stand fest, dass diese Kirmes eine besondere werden würde. Im Rahmen der Flüchtlingskrise waren auch in unserer Warzaer Turnhalle junge Männer aus Syrien, Afghanistan, Äthiopien und dem Irak untergebracht. Die Meinungen dazu waren durchaus kontrovers und das Thema natürlich auch bei uns im Verein heiß diskutiert. So sehr wir es uns gewünscht hatten: wir kamen zur Kirmes am Thema Flüchtlingskrise nicht vorbei. Unsere Vereinssatzung hatte uns zum Glück den Umgang mit dem Thema vorgegeben: „Der Verein wahrt parteipolitische Neutralität. Er räumt den Angehörigen aller Völker und Rassen gleiche Rechte ein“, heißt es in Paragraph 2, Absatz 1.

Krise hin oder her: wir wollten uns die Kirmes dadurch nicht vermiesen lassen und beschlossen auch bereits im Vorfeld deshalb nichts anders als sonst zu machen. Und so starteten wir wie gewohnt mit dem Kirmesgottesdienst. Nach Predigt und Gesang zogen wir mit Fackeln und Lampions durch die Straßen unserer Gemeinde, um zusammen mit dem Fanfarenzug Hochheim den Kirmesauftakt lautstark zu verkünden. Wieder am Gasthofplatz angekommen folgte das Anblasen vom Turm der Gemeinde. Sehr zu unserer Freude fand sich mit Jannik Schneider wieder ein Warzaer, der mit seiner Trompete die Kirmes vom Kirchturm eröffnete. Zu diesem Zeitpunkt waren auch bereits einige der Flüchtlinge mit auf dem Gasthofplatz. Sie hatten sich dem Fackelumzug angeschlossen und sollten auch beim anschließenden, stimmungsvollen Tanzabend mit Take Two unsere Gäste bleiben.

Am Samstagmorgen hallte das alljährliche „Zähne putzen!“ über den Gasthofplatz. Was unsere Burschen freut, löst bei den meisten Damen nur Kopfschütteln aus: der morgendliche Pfeffi gehört aber einfach dazu. Bei einem Mix aus Sonne und Wolken zogen wir mit unserer Kapelle DoomsDay von Haustür zu Haustür und spielten den Bewohnern Warzas ein Ständchen. In der Eschenallee kam es dann plötzlich zum „Band-Duell“. Ein paar Behring Musikanten waren gerade auf der Durchreise und schlossen sich uns und unserer Kapelle spontan an.

Was für jede Menge Spaß sorgte, raubte aber auch Zeit und so blieb dieses Mal nur der kurze Sprung unter die Dusche, um wieder fit für den zweiten Tanzabend auf dem Saal der Gaststätte „Vier Jahreszeiten“ zu stehen. „Men & The Machine“ sorgten über den ganzen Abend für gute Unterhaltung und eine volle Tanzfläche. Eine besondere Auszeichnung gab es an diesem Abend für unseren Lux Thomas. Nach Stefan wurde er als zweiter für die aktive Teilnahme an 10 Jahren Kirmes in Warza ausgezeichnet.

Nach dem sonntäglichen Frühschoppen ging es für uns als Gesellschaft wieder zum jährlichen Fotoshooting. Das ist zwar immer sehr lustig und unterhaltsam, aber eigentlich nicht erwähnenswert. Wenn da nicht… unser Stefan gewesen wäre, der während der Paarfotos auf die Knie ging und einen Ring in Richtung seiner angebeteten Susi gehalten hätte. Völlig spontan hielten die restlichen Burschen ein Transparent mit der alles entscheidenden Frage nach oben: „Willst du mich heiraten?“. Schon jetzt standen allen Mädels die Tränen in den Augen. Als Susi mit „Ja!“ antwortete, brachen dann alle Dämme und die Freude war riesig.

Der Höhepunkt des Tages war gesetzt und er wurde bei der anschließenden Kinderkirmes natürlich weiter gefeiert. Für die Kleinsten sorgte unser Maskottchen KiKi wieder für viel Bewegung und Freude.

Bereits im Vorfeld der Kirmes stand fest, dass diese Kirmes eine besondere werden würde. Zu unserer großen Freude ging sie als bisher interkulturellste, ständchenbandreichste Kirmes und mit einem fest entschlossenem „JA! Ich will!“ in unsere Geschichtsbücher ein.

2014 – Die Geburtsstunde von „KiKi“ und die erste 10

Vom 24. – 26. Oktober 2014 feierten wir mit unseren Gästen das traditionelle Fest.

Den Auftakt der Kirmes bildete der Kirmesgottesdienst am Freitagnachmittag. Pfarrer Christian Schaube von der Familienkommunität Siloah in Neufrankenroda sorgte mit einem interaktivem Gottesdienst für ein hohes Maß an Aufmerksamkeit. Anschließend daran kehrte die Kirmesgesellschaft zusammen mit den Gästen auf dem Gasthofplatz ein. Der dort beginnende Fackelumzug sorgte wie schon in den Vorjahren für eine große Beteiligung. „Wir möchten uns noch ein Mal herzlichst bei der Freiwilligen Feuerwehr Warza, die jedes Jahr die Absicherung übernimmt, bedanken“, lobt unser Vorstandsvorsitzende André Pfeifer die Zusammenarbeit. Begleitet vom Fanfarenzug Hochheim zogen wir mit unseren Gästen lautstark durch die Gemeinde. Wieder angekommen auf dem Gasthofplatz, ging es fließend in den Tanzabend über. Die Band „Take Two“ aus Greußen sorgte für eine ausgelassene Stimmung unter den Gästen, zu denen auch zahlreiche befreundete Kirmesgesellschaften aus der Region gehörten.

Nach einer langen Tanznacht begannen die Kirmes-Damen und Burschen am frühen Samstagmorgen zusammen mit der Band „DoomsDay“ aus Gebesee durch die festlich geschmückten Straßen des Ortes zu ziehen, um den Bewohnern Warzas ein Ständchen zu spielen. Der anschließende Tanzabend war nicht nur ausverkauft, sondern vor allem durch die überragende Stimmung geprägt. Einen großen Anteil daran hatte auch die Band „Der flotte Dreier“ um den in Warza wohnenden Mark Leimbach. Sehr emotional wurde der Abend zusätzlich durch die Auszeichnung von Stefan. Als erster hat er die magische Grenze von 10 Jahren Kirmes in Warza erreicht – ein ganz besonderer Anlass zum Feiern.

Der Kirmes-Sonntag begann 10 Uhr mit den Kirmesspielen. Die teilnehmenden Teams mussten sich mit Geschick, Schnelligkeit und Wissen in 6 verschiedenen Disziplinen beweisen. Am Ende setzte sich der Gemeinderat der Gemeinde Warza knapp vor dem Titelverteidiger, den Landfrauen Warza, durch. Platz 3 ging an die Kirmesgesellschaft aus Remstädt.
Nach einer kurzen Mittagspause endete dieser Höhepunkt des Warzaer Gemeindelebens in einem bunten Nachmittag voller Freude: der Kinderkirmes. Unter der Leitung unserer Kirmesdame Susanne Biebrach und dem neuen Maskottchen der Kinderkirmes „Kiki“ erfreuten sich die Kinder an zahlreichen Spielen und gemeinsamen Tänzen.

2013 – Auch ohne Schnee super Stimmung

Am Wochenende vom 25.-27. Oktober 2013 feierten wir zusammen mit den Bewohnern Warzas die traditionelle Kirmes.

Den Auftakt bildete der Kirmesgottesdienst am Freitagnachmittag mit Christian Schaube von Siloah. Nach dem Motto „Wer nicht mitsingt, muss vorne alleine singen“ wurden die Lieder in noch nie dagewesener Lautstärke gesungen. Dazwischen war Kreativität gefragt. In zwei Teams sollten wir zusammen mit den Gästen unsere Kirche nachbauen – aus Bierdeckeln. Dabei kam es unter den Baumeistern Witschi und Sgüth zu zwei unterschiedlichen Ansätzen. Während sich das eine Team auf Altbewährtes stützte, erwog das andere Team neue Technologien, wie zum Beispiel eine Solaranlage zur Beheizung der Kirchenbänke. Das klassische Team setzten sich mit knapper Mehrheit der Jury durch.

Nach dem erheiternden Gottesdienst kehrten wir zusammen mit unseren Gästen auf dem Gasthofplatz ein, um mit dem alljährlichen Fackelumzug zu beginnen. Gute Stimmung und eine hohe Beteiligung sorgten für eine lautstarke Ankündigung der Kirmes im Ort.

Das „Anblasen“ vom Warzaer Kirchturm – bisher von den Wildecker Musikanten durchgeführt – übernahm in diesem Jahr mit André Seidel wieder ein gebürtiger Warzaer. Abgerundet wurde der erste Tag durch den sehr gut besuchten, stimmungsvollen Tanzabend mit der Band „Popstore“ in der Gaststätte „Vier Jahreszeiten“.

Am Samstag trafen wir uns wie jedes Jahr 7:45 Uhr auf dem Gasthofplatz… Also, das hatten wir zumindest vor. Tatsächlich war allerdings in diesem Jahr nur ein Einziger pünktlich: Alex. Alle anderen kamen, teils gemütlichen, teils schnellen Schrittes in den nachfolgenden Minuten eingetrudelt. Mit leichter Verspätung zogen wir dann mit den Wildecker Musikanten durch die Straßen und spielten den Bewohnern ihr Ständchen. Verglichen mit den Schneefällen im letzten Jahr, hatten wir dieses Mal erfreulicher Weise fast schon sommerliche Temperaturen. Doch auch bei schönem Wetter kann man ganz schön viel Zeit unterwegs verlieren. Vor allem, wenn man dabei noch Besuch von den Kirmesgesellschaften aus Ballstädt und Westhausen bekommt. Aber jede Minute war es uns Wert, auch wenn somit das Ständchen schon fast mit Beginn des zweiten Tanzabends endete.

Zum Tanzabend sorgten wieder ein Mal „Dick, Dünn & Durstig“ für gute Unterhaltung und ausgelassene Feierlaune. Auch hatten wir es in diesem Jahr endlich mal wieder geschafft, einen eigenen Auftritt auf die Beine zu stellen. Diesen konnten wir nach Freitagabend bereits zum zweiten Mal aufführen und wieder kam er sehr gut an. Das trotz zweier aufreizender Blondinen nur unsere Jungs bei diesem Auftritt mitgewirkt haben, fiel so manchem Gast erst sehr spät auf.

Auch diese stimmungsvolle Nacht fand irgendwann mal ein Ende. Am Sonntagmorgen, nur wenige Stunden später, folgte eine Premiere: die Kirmesspiele. An verschiedenen Stationen mussten unsere Gäste in Zweier-Teams Geschicklichkeit und Ausdauer beweisen. Den Höhepunkt bildete ein Quiz, bei dem Fragen zu Warza und Umgebung, Thüringen und aktuellen Geschehnissen aus der ganzen Welt beantwortet werden mussten.

Am Nachmittag wurde es dann dunkel – aber zum Glück nur draußen, denn unser bunter Nachmittag für Jung & Alt verlief natürlich wieder bunt. Das draußen vorbeiziehende Gewitter sollte uns nur kurz beschäftigen, als einer der aufgestellten Kirmesbäume sich selbstständig machte und auf eine freie Fläche kippte – Glück gehabt. So konnten wir unbeschadet und frohen Mutes das Wochenende mit unseren Gästen gemeinsam mit Spiel, Spaß und Spannung ausklingen lassen.

2012 – Schneewalzer neu definiert

Die Kirmes vom 26.-28. Oktober 2012 wird wohl keiner der Anwesenden so schnell wieder vergessen. Wir hatten ja schon viele verschiedenste Wetterlagen am letzten Oktoberwochenende. Aber Schnee in solchen Massen – das war neu!

Zum traditionelle Kirmesgottesdienst am Freitagnachmittag war die Welt noch in Ordnung. Wir sangen Lieder, lauschten den Worten des Pfarrers und gedachten all denjenigen Menschen, die dieses Fest leider nicht mehr mit uns begehen können. Anschließend zogen wir zusammen mit unseren Gästen auf den Gasthofplatz, um mit dem alljährlichen Fackelumzug zu beginnen. Erste Graupelschauer taten der guten Stimmung und hohen Beteiligung kein Abbruch. Begleitet vom Fanfarenzug Hochheim, zogen wir lautstark durch das Dorf. Kaum wieder auf dem Gasthofplatz angekommen, setzte mit dem „Anblasen“ vom Warzaer Kirchturm der Schnee ein. Bei unserem sehr gut besuchten Tanzabend in der Gaststätte „Vier Jahreszeiten“ störte dies zum Glück überhaupt nicht. Die Wildecker Musikanten und ein DJ sorgten für ausgiebige Feierlaune. Diese riss auch nicht ab, als in der Nacht dann die Musik aufhörte zu spielen. Es wurde noch lange weitergesungen. Für Ernüchterung sorgte dann ein Blick nach draußen: Schnee – überall Schnee. Noch schnell halfen wir so manchem Besucher der Kirmes dabei, sein Auto wieder freizuschaufeln. Dann hieß es schnell nach Hause, um die 2-3 Stunden Schlaf bis zum Ständchen nicht zu verpassen.

7:45 Uhr ging es weiter. Treffpunkt Gasthofplatz. Zusammen mit den Wildecker Musikanten zogen wir durch die festlich geschmückten Straßen unserer Gemeinde, um den Bewohnern ein Ständchen zu spielen. Es war durch den liegen gebliebenen und den nachkommenden Schnee das härteste Ständchen, dass wir je gelaufen sind. Auch die ehemaligen Kirmesburschen und -damen beneideten uns in keinster Weise. Dafür sorgten sie aber – wie auch einige andere Anwohner – mit Glühwein und heißem Tee dafür, dass wir nicht erfroren. Ein dickes Dankeschön dafür! Der Dorfälteste bestätigte schließlich das, was alle schon vermutet hatten: seit 1914 (seinem Geburtsjahr) fand noch nie eine Kirmes in Warza im Schnee statt.

Schnee hin oder her: wir haben auch diese Mission erledigt. Im Anschluss ging es dann zum Glück wieder ins Trockene: der zweite Tanzabend stand an. Für Unterhaltung und gute Stimmung sorgte dabei die Band Night & Day. Getanzt, gelacht und getrunken wurde natürlich auch hier wieder bis in die frühen Morgenstunden.

Der Sonntag rundete mit dem Frühschoppen und der allseits beliebten Kinderkirmes ein anstrengendes, aber schönes Kirmeswochenende ab. Wie kräfteraubend dieses Wochenende war, zeigte der Krankenstand in der anschließénden Woche. Aber wie heißt es in einem Lied so schön: „Aber scheiß drauf! Kirmes ist nur ein Mal im Jahr!“.

2011 – 2 Jubiläen sichern ausgelassene Stimmung

Gleich zwei Jubiläen ließen diese Kirmes 2011 zu einer ganz besonderen werden. Seit 25 Jahren wurde dieses Fest nach langer Unterbrechung wieder in Warza alljährlich begangen. Wir – der Traditionsverein – feierten zugleich unser 10-jähriges Bestehen.

Den Auftakt der Kirmes bildete der traditionelle Kirmesgottesdienst am Freitagnachmittag. Wenig später startete auch schon der Fackelumzug durch die Gemeinde. Für Aufmerksamkeit sorgten sowohl die Trommler des Mühlhäuser Fanfarenzuges, als auch wir mit unseren lautstarken Kirmesrufen. Nachdem dadurch das Dorf über den Beginn der Kirmes informiert wurde, konnten die Wildecker Musikanten die Kirmes auf dem Gasthofplatz anblasen. Ausgerechnet zum Jubiläum war dies aufgrund von Baumaßnahmen leider nicht vom Warzaer Kirchturm möglich. Es folgte ein stimmungsvoller Tanzabend mit den Wildecker Musikanten und einem DJ. Dieses Experiment kam an: „Ich finde es schön, dass es hier einen Mix aus zünftiger Blasmusik und Partyhits gibt. So ist für jeden etwas dabei“, sagte ein Gast nach der Veranstaltung zu uns.

Am Samstag ging es wieder früh raus, um durch die festlich geschmückten Straßen des Ortes zu ziehen und den Bewohnern und Gewerbetreibenden Warzas  ein Ständchen zu spielen. Es hatte in diesem Jahr lange gedauert. Wir freuten uns aber sehr, dass fast alle ihre Türen und Tore geöffnet haben, um mit uns gemeinsam dieses Fest zu feiern. Fast nahtlos ging es in den zweiten Tanzabend über. Gleich zu Beginn gab es anlässlich der Jubiläen noch eine Besonderheit. Neben der aktuellen Kirmesgesellschaft liefen auch zahlreiche Vertreter der Kirmesgesellschaften von 1986 und 2001 ein. Wir waren überrascht und begeistert, dass so viele unserem Aufruf gefolgt waren. Es war dadurch ein super Auftakt in den Abend. Mit peppiger Musik und frechen Sprüchen sorgte die Band „Dick, Dünn & Durstig“ dann für einen ausgelassenen Abend bei voller Tanzfläche.

An Pause war natürlich nach der Veranstaltung kaum zu denken. Am Sonntag begann bereits 10 Uhr das alljährliche Frühschoppen. Nach einer kurzen Mittagspause ging es weiter mit dem allseits beliebten „Bunten Nachmittag für Jung und Alt“. Bei dieser, so wie auch bei den anderen Veranstaltungen zuvor, war unser zehnjähriger Junior-Lux Louis Kauk der Publikumsliebling. Bei seiner nun schon dritten Kirmes überzeugte er mit lustigen Sprüchen und textsicheren Ausrufen das Publikum und bekam dafür großen Beifall. Aber von ihm lassen wir uns auch gerne in den Schatten stellen.

Lange ist es her

Die Erinnerungen an die einzelnen Jahre verblassen mir der Zeit. Ein paar prägende Momente und Personen werden aber dennoch immer in Erinnerung bleiben: in diesen Jahren waren es vor allem unser Lux Daniel Kaps, der unserer Kirmes seinen Stempel in seiner unvergleichbaren Art aufdrückte. 2009 bekam der Lux erstmalig einen Junior-Lux zur Seite. Dieses Amt übernahm Louis Kauk, der es seither mit viel Witz engagiert ausfüllt. Nachfolgend möchten wir euch noch ein Mal die Kirmespaare der Jahre 2008 – 2010 vorstellen.

Kirmespaare 2010

Kirmespaare 2009

Kirmespaare 2008

Kirmespaare 2007

Kirmespaare 2006

Wir arbeiten weiter an der Aufarbeitung der Geschichte der Kirmes in Warza. Schon bald wird es hier weitere Bilder vergangener Jahre geben. Schaut also regelmäßig vorbei!